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20 Millionen Dollar für Biokraftstoffe

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Australiens Biokraftstoff-Industrie gewinnt an Fahrt, was neuste Investitionen im Bereich erneuerbarer Treibstoffe zeigen. Die Regierung hat einen Zuschuss in Höhe von 5 Mio. Dollar für ein Projekt der Cook Universität angekündigt. Das Projekt erforscht die Erzeugung von Biokraftstoffen auf Basis von Makroalgen. Doch das ist nicht die einzige Maßnahme, der die Zukunftsfähigkeit des Landes in diesem Bereich verbessern soll.

Ein 15 Millionen Dollar Paket wurde zur Weiterentwicklung von Technologien geschnürt, die erneuerbare Kraftstoffe auf nachhaltiger Basis zur Verfügung stellen können. Hauptaugenmerk liegt dabei auf sogenannte “Drop In Fuels“, also flüssigen Energieträgern, die sich aufgrund Ihrer chemischen Eigenschaften nahtlos in die bestehende Infrastruktur und Lieferketten einfügen und mit den aktuellen Motor-Technologien nutzbar sind. Vereinfacht gesagt – Kraftstoffe wie Biodiesel oder Biokerosin.

Die in Aussicht gestellte Finanzierung von Projekten ist allerdings an Bedingungen geknüpft: eine fortgeschrittene Entwicklung und eine Skalierbarkeit der Technologie müssen gewährleistet sein. Nicht umsonst heißt der Geldtopf “Advanced Biofuels Investment Readiness” (ABIR) Programm. Gezielt werden hier vorkommerzielle Projekte unterstützt, die aber eine absehbare “Time to Market” haben und damit interessant für potentiellen Investoren sind.

Diesen Ansatz finde ich ausgesprochen sinnvoll, da hier eine Finanzierungslücke angegangen wird, die ich auch in Deutschland immer häufiger sehe. Ein erstes “proof of concept” mag von den Forschern erbracht sein, aber für mehr Sicherheit sollten die Technologien über einen längeren Zeitraum oder unter realen Bedingungen getestet werden. Oft sind dies aber Schritte, die über kein Förderprogramm mehr abgedeckt werden. Damit nimmt man den Erfindern die Möglichkeit das Produkt in die Zone zu bringen, in der eine Finanzierung über Risikokapitalgeber möglich wäre. Die sind nämlich gerade hier in Europa sehr sicherheitsliebend und erwarten aussagekräftige Daten über eine längere Laufzeit. Vor allen Dingen, wenn es sich bei den Produkten um innovative Photobioreaktoren handelt.

Die aufgelegten Programme werden ab Juli 2012 von der Australischen Agentur für Erneuerbare Energien (Australian Renewable Energy Agency – ARENA) geleitet werden. ARENA ist Teil des $3,2 Milliarden Engagements der Regierung zur Entwicklung von Technologien für erneuerbare Energien. Die Aktivitäten sollen Australien einer CO2-neutralen Wirtschaft näher bringen.

Mitte Dezember wurde dazu eine Studie veröffentlicht, die die Potentiale zum Aufbau einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Biokraftstoff-Industrie in Australien untersucht. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Studie:  Advanced Biofuels Study

Ein interessanter Diskurs zum Thema ist auch der Artikel Kritik an Biokraftstoffen – ein Streit zwischen Optimisten und Pessimisten von Ron Kirchner.

 

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