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Erneuerbare Energien – Obama stellt dem US-Kongress seinen Haushaltsplan 2013 vor

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Ganze 29% Steigerung der Ausgaben für erneuerbare Energien wünscht sich Obama, ein guter Ansatz – aber was bedeutet das für die Algenbiotechnologie? Können die USA ihren Vorsprung weiter ausbauen?

Die Algenindustrie profitiert hier natürlich vor allem auf dem Feld der Biokraftstoffe aus Algen. Hier wurden schon in der Vergangenheit großzügige Förderungen durch das Energie- und Verteidigungsministerium gewährt. Neben der etwas risikoaffineren Mentalität der US-Risikokapitalfinanziers, dürfte das durchaus auch dazu geführt haben, dass hohe Summen an Venture Capital in die Algenindustrie geflossen sind. Die gewährten Summen führen aus Sicht eines Finanziers zu einer willkommenen Gegenfinanzierung und damit zu einer Minderung des Risikos.

Geht es nach dem Willen von Obama, werden auch in 2013 beträchtliche Summen in die erneurebaren Energien fließen wie der Budget-Vorschlag zeigt:

“The FY 2013 budget request continues work to transform the Nation’s energy infrastructure by investing over $840M in renewable energy programs. The renewable energy portfolio is comprised of a broad range of renewable energy investments and has the overarching goal of ensuring those technologies can compete with conventional sources of electricity and fuels without subsidies. The FY 2013 budget request will enable diversification of the Nation’s power generation sector by investing in Solar ($310M), Wind ($95M), Water ($20M), and Geothermal ($65M) energy technologies. These technologies will significantly reduce emissions of greenhouse gases and criteria pollutants. FY 2013 funding will also promote advances in Biomass and Biorefinery ($270M) and Hydrogen and Fuel Cell ($80M) technologies that will lead to less dependence on petroleum and diversified transportation fuel options. We are expanding our investments in research, development, and demonstration of cellulosic ethanol and other advanced biofuels such as algae-derived biofuels and “drop-in” replacements for diesel and jet fuel, including through collaborations with the Navy and US Department of Agriculture.

Bleibt abzuwarten was von den Vorschlägen übrig bleibt, wenn die Debatten im Kongress ähnlich erbittert geführt werden wie in den letzten Jahren. Klar ist jedoch, dass vor allem der Wunsch nach einer Unabhängigkeit von den Ölstaaten ein massiver Treiber in den Bemühungen um Biotreibstoffe ist. Entsprechend werden diese Aktivitäten sicherlich auch nicht allein unter Aspekten der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes diskutiert werden.

Dennoch wurde gerade ein mit 4,4 Mio US$ dotiertes Algen-Forschungsprojekt der Iowa State University gestoppt, das mit Mitteln des Advanced Research Projects Agency-Energy (ARPA-E), also genau des Bereichs Erneuerbare Energien, gefördert wurde.

“Iowa State spent about 56 percent of $4.4 million from the U.S. for a project to create biofuel feedstock from an aquatic micro-organism.”

Verantwortlich für diese Entscheidung waren wohl nicht erreichte Meilensteine. Dieses und andere unerfolgreiche Projekte aus dem ARPA-E werden von Gegener der Erhöhung als Beispiele ins Feld geführt. Man darf gespannt sein, wie sich die USA final bezüglich des Budgets einigen.

Ein weiterer Interessanter Aspekt wurde vom Zeilenwechsler in seinem Blog aufgegriffen – fast 20% des Budgets (5,7 Milliarden Dollar!) werden in einem Bereich gebraucht, der mit Zukunft wirklich nichts zu tun hat: Erblasten.

 

1 Comment

  1. Pingback: Ein Gedankenausflug: Algen als Energie- und Öllieferant

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