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Forschungsabkommen zwischen Frankreich und Kanada zur Mikroalgenzucht

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Der französische Premierminister Jean-Marc Ayrault und der kanadische Premierminister Stephen Harper haben am 14. März in Ottawa die Unterzeichnung eines Abkommens über die Zusammenarbeit zwischen der Abteilung für Lebenswissenschaften der CEA (Behörde für Atomenergie und alternative Energien) und dem nationalen Forschungsrat Kanadas (NRC – National Research Council of Canada) angekündigt. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, das Potenzial der Nutzung von Gas und Industrieabfällen zur Herstellung von Mikroalgen (Biokraftstoffe der 3. Generation) zu untersuchen.

Mit diesem Abkommen sollen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Es soll Energie erzeugt und gleichzeitig verseuchte Industriestandorte saniert werden. Zu diesem Zweck werden bestimmte Abgase wie Kohlendioxid (CO2) und Stickoxide (NOx) in die Nährmedien der Mikroalgen eingeführt. In Massenproduktion erzeugte Mikroalgen könnten demzufolge 1,83 Tonnen CO2 und 150 kg NOx pro Tonne erzeugte Biomasse absorbieren. Stickstoffmonoxid NO ist ein starkes Treibhausgas, das insbesondere für den sauren Regen verantwortlich ist. Es ist auch ein Signalmolekül in lebenden Organismen: Bei Tieren ist NO ein Vasodilatator und spielt eine Rolle bei der Immunreaktion. Pflanzen setzen Stickoxid bei oxidativem Stress und als Reaktion auf Krankheitserreger frei. Des Weiteren wird dieses Molekül durch die Mikroalgen während ihres Wachstums durch bislang noch weitestgehend unbekannte Mechanismen verstoffwechselt.

Auf einer gemeinsamen Konferenz in Halifax (Kanada) im Oktober 2012 wurde bereits ein erstes Kooperationsprojekt gestartet. Die französischen und kanadischen Forscher wollen die Wirkung der NOx auf das Wachstum und den Stoffwechsel von Mikroalgen untersuchen. Nach der Bestimmung der Toxizitätsgrenzen bei mehreren Arten, werden die Wissenschaftler die Aufnahmefähigkeit der Mikroalgen für die von ihnen tolerierten Dosen analysieren. Sie werden mithilfe von molekularen, physiologischen und metabolischen Ansätzen die beteiligten Mechanismen untersuchen.

 Quelle: Wissenschaftsportal, Franz. Botschaft

 

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