GF Piping und Palmetto vereinbaren Zusammenarbeit zur Kultivierung von Mikroalgen

Schaffhausen/Berlin, Juli 2015 – Die Kultivierung von Mikroalgen hat sich in den letzten Jahren vom Forschungsthema zum marktreifen Produkt entwickelt. Algen dienen als innovative Kraftstoffquelle, als Tierfutterzusatz oder Rohstofflieferant für verschiedenste Produkte der Kosmetik- bzw. Pharmaindustrie.

GF Piping Systems hat mit seinen wissenschaftlichen Partnern dazu eine Schlüsseltechnologie entwickelt. Die zur Kultivierung von Mikroalgen benötigten Photobioreaktoren haben ihre Funktionsfähigkeit bereits in mehreren Demonstrationsanlagen gezeigt.

GF Piping Systems, aus dem Schweizerischen Schaffhausen und die Berliner Palmetto Handel und Service GmbH sehen in der Algentechnologie ein hohes Potential und haben nun eine Zusammenarbeit in diesem Markt vereinbart. Gemeinsam soll nachgewiesen werden, dass der Ganzjahresbetrieb solcher geschlossener Anlagen im urbanen Raum nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

Ziel ist, potentiellen Anlagenbetreibern mit führenden Technologien und innovativen Betriebslösungen interessante Verwertungsmöglichkeiten zu eröffnen. Als erster Schritt ist nun eine Pilotanlage auf dem EUREF -Campus in Berlin Schöneberg geplant.

Der Bau der Anlage soll im Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein und noch in diesem Jahr sollen die ersten Algen geerntet werden.

Dazu Palmetto Geschäftsführer Dr. Henning Heppner: „Für uns stellt diese Kooperation eine einmalige Chance dar, mitten in Berlin die wettbewerbsfähige Produktion und Verwertung von Mikroalgen zu demonstrieren. Wir sehen eine hohe Skalierbarkeit und ein dynamisches Entwicklungspotential für solche Anlagen in den unterschiedlichsten Anwendungen“.

Dr. Nabil El Barbari, Leiter Technologie, Qualität und Nachhaltigkeit, GF Piping Systems und Mitglied der Geschäftsleitung äußerte sich ebenfalls zufrieden über die geplante Kooperation. „Während die bisherigen Projekte vor allem technologiegetrieben waren, entsteht nun ein wirklich marktbezogener Ansatz. Nach diesen erheblichen Vorleistungen steigen wir in die produktive Phase ein“, erläutert er.

Reinhard Müller, Vorstandsvorsitzender EUREF AG ergänzt „Wir freuen uns auf dieses Projekt: Die geplante Algenanlage ist eine ideale Ergänzung zu den Energiethemen, die auf dem EUREF -Campus in Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Forschung entwickelt und ausprobiert werden“.

Quelle: Palmetto