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Hautaufheller aus Algen | Skin Whitening with Algae Extracts

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Gestern erreichte mich eine Meldung, die deutlich zeigt, welche Potentiale in Algen schlummern. Um den Inhalt der (eher wissenschaftlich formulierten) Meldung kurz zusammen zu fassen: Aus Algen konnten Verbindungen gewonnen werden, die in Kosmetika zur Hautaufhellung eingesetzt werden können. Auch Fälle von Hyperpigmentation könnten zukünftig damit behandelt werden. Keine besondere Meldung – oder doch?

So unbedeutend diese Meldung scheint, für mich ist es wieder ein Zeichen, dass wir gerade erst an der Oberfläche der Möglichkeiten von Mikroalgen (und Makroalgen) kratzen. Wir werden hier zukünftig noch viele Innovationen sehen, sei es im pharmazeutischen und kosmetischen Sektor oder auch in anderen Branchen, wie z.B. das Antifreeze-Protein im Frühstücksbrötchen.

Zunächst liest sich die Meldung in erster Linie unemotional und erscheint eher als eine Statusmeldung aus einem Projekt. Inhaltlich ist die Meldung jedoch ausgesprochen spannend. Man muss dazu verdeutlichen, was es bedeutet, sollte sich im Weiteren die Wirksamkeit und Ungefährlichkeit der isolierten Verbindungen herausstellen.

Vor allem in Asien, Afrika und Indien werden in großem Stil hautaufhellende Produkte eingesetzt, um sich dem gesellschaftlichen Ideal einer möglichst blassen Haut anzunähern. Oft kommen hier Produkte zur Anwendung, die auf Basis ihrer Inhaltsstoffe durchaus Risiken für die Benutzer bergen. Kurzum – allein hier tut sich ein Marktpotential auf, das beträchtlich ist. Zumal bei den Funktionskosmetika eine eher geringe Preissensitivität der Käufer vorliegt. Upside-Potential bieten auch die positiven Entwicklungen in der Männerkosmetik, wodurch hier weitere Käuferschichten angesprochen werden. Dazu kommen natürlich noch die medizinischen Anwendungen, die aber wahrscheinlich einen eher geringen Teil des Gesamt-marktes ausmachen.

Aber warum schreibe ich dazu mehr Text, als die eigentliche Pressemeldung lang ist?

Ich denke, dass die Potentiale der Algenbiotechnologie in aller Deutlichkeit – und auch mit der Begeisterung, die ich in Gesprächen mit den Akteuren weltweit erfahre, kommuniziert werden müssen. Dazu sollten die Forschungsergebnisse mit dem konkreten Nutzen für die Menschen assoziiert werden. Nur so können wir verdeutlichen, was die Algen für uns alle zu leisten im Stande sind. Viel zu sehr üben sich hier die Unternehmen und Forschungs-einrichtungen in Deutschland und Europa in vornehmer Zurückhaltung. Wenn sich das nicht ändert, wird es der Algenbiotechnologie nie gelingen, den potentiellen Nutzern die Leiden-schaft ihrer Forscher und Unternehmer nahe zu bringen. Und Innovationen brauchen Leidenschaft um Märkte zu erobern.

Bin ich denn der Einzige, dem die Augen leuchten, wenn er die Chancen solcher Entwicklungen sieht?  Aber genug geschrieben, hier die Pressmeldung:

 

News for skin-care

After three years of project work IGV Biotech has successfully finished a research project concerning the development of innovative bioactive phytoextracts for skin whitening. Within the project, which was supported by the Brandenburg Investment Bank, microalgae, macroalgae and selected plants have been examined concerning their content of substances, which inhibit the enzyme tyrosinase, which is a core molecule in the process of the melanin production.

The extractions were focused on antioxidant, radical scavenging and complex-building substances, which are able to slow down or entirely inhibit the process of melanogenesis. Highly effective algae- and plant-based extracts were developed, which show significant potentials for the inhibition of tyrosinase. These natural extracts can be applied in cosmetic products for skin whitening or for therapy of undesirable hyperpigmentation.

 

Bioaktive Phytoextrakte zur Hautaufhellung

Der Bereich Biotechnologie der IGV GmbH hat nach dreijähriger Laufzeit ein Forschungsprojekt zur „Entwicklung von innovativen bioaktiven Phytoextrakten zur Hautaufhellung“ erfolgreich abgeschlossen. In dem von der Landesinvestitionsbank Brandenburg (ILB) unter der Registriernummer 80137463 geförderten Entwicklungs-Projekt wurden Mikroalgen, sowie Makroalgen und ausgewählte Pflanzen bezüglich ihrer Tyrosinase– dem Schlüsselenzym der Melaninbildung–hemmenden Inhaltsstoffe untersucht.

Im Focus der Extraktionen standen sowohl antioxidative, radikalfangende oder auch komplexierend wirksame Verbindungen. Diese sind in der Lage, den Prozess der Melagonese zu verlangsamen, bzw. die Melaninbildung völlig zu inhibieren. Es wurden auf Basis von Algen und Pflanzen hochwirksame Extrakte entwickelt, die signifikante Potenziale zur Tyrosinasehemmung aufweisen.

Diese können als natürliche Wirkstoffextrakte in kosmetischen Produkten sowohl zur Hautaufhellung als auch zur Behandlung von unerwünschten Hyperpigmentierungen Anwendung finden.

 

Source: IGV

 

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