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Innovationsakademie Biotechnologie

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Innovationsakademie Biotechnologie

Heute mal ein wenig Off-Topic über meine Teilnahme an der Innovationsakademie Biotechnologie, aber schon im ersten Satz mit einem Aufruf an alle Algenforscher, Phyco-Entrepreneure und Photobioreaktor-Tüftler: Wenn nächstes Jahr die Innovationsakademie Biotechnologie wieder stattfindet – MITMACHEN! (Das ist keine Bitte…!). Ich war dabei und kann nur sagen – klasse! Da hatte ein interdisziplinärer Mob mit ordentlichem Gründungshunger ziemlich viel Spaß dabei, sich mit 200.000 Euro beschenken zu lassen. Aber fangen wir doch vorne an und klären erst mal, was die Innovationsakademie Biotechnologie eigentlich ist.

Im Zuge der „Gründungsoffensive Biotechnologie“ (GO –Bio) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wurde die Innovationsakademie Biotechnologie als eine Veranstaltung ins Leben gerufen, bei der auf Basis von unbefriedigten Kundenbedürfnissen Geschäftsideen entwickelt werden.

Innovationsakademie Biotechnologie – Ideen abheben lassen

Das Ganze fand im Flughafen Tempelhof statt, der dem Event einen spannenden Rahmen gab. Entsprechend war auch der Anspruch der Veranstaltung – gute Ideen abheben zu lassen. Dazu durften die Teilnehmer der Innovationsakademie zwei Tage lang Ideen entwickeln, verfeinern und auf den Prüfstand stellen.

Professionelle Moderatoren, die als Taktgeber auf der Innovations-Galeere dienten, gaben den Teilnehmern Zeitrahmen und Aufgaben vor. Organisiert in zunächst willkürlich ausgewählten Arbeitsgruppen, ging es konzentriert an die Arbeit, denn die Ergebnisse aus den Aufgaben wurden im Anschluss mit Punkten bewertet. Die Verlierer des ersten Tages wurden mit der Gelegenheit, das Lied „Loser“ von Beck zu intonieren, geadelt. An Motivation einen der vorderen Plätze zu ergattern mangelte es auf jeden Fall nicht!

Schöngeist trifft Erbsenzähler

Was ich besonders spannend fand, war die Auswahl der Teilnehmer. Hier wurde bewusst eine interessante Mischung aus verschiedensten Berufen, Disziplinen und Altersgruppen ins Rennen geschickt. In den Arbeitsgruppen trafen jugendlicher Elan auf langjährige Wirtschaftserfahrung, Forschungskompetenz auf Umsetzungsstärke und gestalterischer Schöngeist auf nüchterne Kalkulation.

Das sich daraus ergebende Potential für Diskussionen wurde allerdings deutlich reduziert durch den Zwang, innerhalb kürzester Zeit Ergebnisse zu liefern, die im Wettbewerb mit den anderen Arbeitsgruppen bestehen mussten. Gefordert war kreatives aber auch zielorientiertes Arbeiten unter einem gewissen Zeitdruck. Zudem ergab sich immer wieder die Gelegenheit seine eigene Komfort-Zone mal zu verlassen.

Bühnenpräsenz für Biotech

An Tag 2 ging es dann ein wenig biotechnologischer zur Sache. Am Abend zuvor hatte jeder der Teilnehmer die Gelegenheit, sich eine der am ersten Tag entstandenen Ideen zu Eigen zu machen. Punkt 1 der Tagesordnung am zweiten Tag: die anderen Teilnehmer von der eigenen Idee überzeugen. Auf einer Sprudelkiste stehend konnte man dann im direkten Wettstreit zu anderen Kontrahenten seine Idee an den Mann bringen. Hier wurde alles gegeben. Der Hamburger Fischmarkt erschien dem Betrachter wie ein Yoga-Seminar gegen den Elan, die Stimmgewalt und das Verkaufstalent von echten Bioentrepreneuren!

Die beliebtesten zehn Ideen durften dann über den Tag hinweg gegeneinander um die Preisgelder antreten. Dazu war jeder der Ideenträger aufgefordert, sein eigenes Team aus den Teilnehmern zusammen zu stellen. Die Aufgaben an diesem Tag umfassten die Ausarbeitung der Idee und eine „Investorenpräsentation“ samt der Gelegenheit, sich vom Publikum mal ordentlich auf den Zahn fühlen zu lassen. Auch ein Battle-Rap zur Geschäftsidee (Jetzt mal ehrlich Leute, ihr seid doch abends korrekt in der Hood unterwegs um mit euren Homies zum Flow zu chillen, oder? Sensationelle Auftritte! Fetter Respekt!! … und Grüße an Prof. BeatBox) und das Erstellen eines Werbespots gehörten diesmal zum Programm.

Schlussendlich gab’s dann die Auswahl der Preisträger, die mit tollen Ideen überzeugen konnten. Jedes Gewinner-Team erhielt 50.000 Euro für die nächsten Schritte in der Geschäftsentwicklung. Gratulation und vor allem viel Erfolg in der weiteren Ausarbeitung der Ideen!

Fazit aus zwei spannenden Tagen

Die Innovationsakademie Biotechnologie war eine ausgesprochen motivierende Ver- anstaltung, die allen Teilnehmern sichtlich viel Spaß gemacht hat. Es gab die Möglichkeit, viel zu lernen und auch gute Netzwerke zu knüpfen. Wie von den Veranstaltern beabsichtigt, konnte man schon mal ein bisschen Gründerluft schnuppern: Ideen haben, Ideen verteidigen, sich durchsetzen, Kontakte machen, Team suchen, Stress haben, liefern müssen, bewertet werden, Komfortzone verlassen.
Solltes es im nächsten Jahr die Innovationsakademie Biotechnologie 2013 geben, kann ich jedem eine Teilnahme nur empfehlen!

Und als finale Weisheit: Gerade wenn man denkt, dass man es geschafft hat, geht es meist erst richtig los. Die Gewinner dürfen für jetzt erst einmal einen Fördermittelantrag zum Erhalt des Preisgeldes stellen… Muss ich mehr sagen?

 [An dieser Stelle noch der Hinweis auf den Artikel “Innovationsakademie Biotechnologie: Ideen bereit zum Abheben” auf biotechnologie.de]

… und hier ein paar Impressionen vom Event

 

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