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Klimaschutz durch Algen: Mainova AG startet Pilotprojekt zur CO2-Reduzierung

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Die Mainova beteiligt sich aktiv an der Grundlagenforschung zum Klimaschutz. Auf dem Dach des Maschinenhauses im Heizkraftwerk West in der Gutleutstraße wurde eine 32 Quadratmeter große Algenzuchtanlage errichtet, die am Mittwoch (21.11.) vom Vorsitzenden des Vorstands der Mainova AG Dr. Constantin H. Alsheimer, Mainova-Technikvorstand Dr.-Ing. Peter Birkner sowie Prof. Stefan Gäth von der Justus-Liebig-Universität Gießen vorgestellt wurde.

Die Versuchsanlage besteht aus zwei Wasserbecken von 2 mal 8 Metern. Die beim Verbrennungsprozess im Kraftwerk entstehenden CO2-haltigen Rauchgase werden entschwefelt und in das mit den Algen angereicherte Wasser geleitet. Die Algenkulturen reinigen dann die Rauchgase des Kraftwerks. Dabei wird der Prozess der Photosynthese genutzt, bei dem Kohlendioxid mit Hilfe von Sonnenlicht in Biomasse umgewandelt wird.

Dr. Constantin H. Alsheimer: „Mit unserem Pilotprojekt zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Heizkraftwerk West unterstützen wir die ambitionierten Klimaschutzziele unserer Heimatstadt. Neben dem zunehmenden Ausbau der Erneuerbaren Energien werden fossile Energieträger weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung in Deutschland bilden. Deswegen investieren wir in die nachhaltige Weiterentwicklung bestehender Technologien.“

Das Ziel des zweijährigen Praxistests ist es, die Algenzucht durch die Untersuchung der Rauchgasverträglichkeit und Biomasseproduktion zu optimieren. Wie sich bereits in einem Vorversuch gezeigt hat, ist der Algentyp „Chorella sorokiniana“ am besten für den Prozess geeignet. Ein Kilogramm dieser Algen kann zwei Kilogramm CO2 binden. Jährlich werden somit pro Quadratmeter Beckenfläche 10 Kilogramm Algen-Trockenmasse produziert.

„Im Rahmen dieses neuartigen Verfahrens erforschen wir, wie Kohlendioxid mit Hilfe von Sonnenlicht in Biomasse umgewandelt werden kann. Gleichzeitig entsteht in Form der Biomasse ein neues Produkt, das sich perspektivisch als ‚grüne Kohle‘ einsetzen lassen könnte“, erläutert Dr.-Ing. Peter Birkner, Mainova-Technikvorstand.

Professor Stefan Gäth: „Auch in der kosmetischen Industrie sind die Algen dank des hohen Lipid-Anteils als Ausgangsprodukt gefragt.“

Quelle: Mainova AG

 

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