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Mikroalgen in der Aquakultur: Nofima und Alltech kooperieren

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Die Entwicklung von Futter auf Basis von Mikroalgen für die Aquakultur, ist das Ziel der jüngsten Kooperation im Futtermittelsektor. Das norwegische Institut für Lebensmittel, Fischerei und Aquakultur Forschung (Nofima) kooperiert mit dem globalen Tierfutter-Konzern und Mikroalgen-Produzent Alltech.

“Der Lachs-Industrie steht vor Herausforderungen, die nur über eine Zusammenarbeit mit Forschern gelöst werden können, die sich mit langfristigen Lösungen auseinander setzen. Diese Kooperation ermöglicht es uns, die Arbeit an einer der größten Herausforderungen für unsere Branche zu intensivieren: alternative Futter-Quellen”, sagt Dawson, Forschungsleiter von Alltech.

Der amerikanische Konzern Alltech möchte seinen Umsatz zukünftig auf $25 Milliarden steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, wird Alltech seine Aktivitäten im Bereich Aquakultur ausbauen und zukünftig weltweit intensivere Kooperationen mit den führenden Forschungs-institutionen eingehen.

Die Kooperation ist zunächst auf drei Jahre angelegt und soll den Einsatz von Mikroalgen in modernen Futtermittel-Mischungen untersuchen. Dabei werden Faktoren wie Tiergesundheit, Leistungsfähigkeit und Fleischqualität im Mittelpunkt der Forschung stehen. Alltech verfügt selber über eine Algenfarm die der Konzern 2010 für $14 Mio. von Martek übernommen hat. Damit hat Alltech als einer der ersten Futtermittelkonzerne ein deutliches Interesse an Algen in Futtermittel bezeugt. Nicht allzu öffentlich, aber dennoch mit Nachdruck, sind auch andere Tierfutterkonzerne an Mikroalgen interessiert und zum Teil auch finanziell beteiligt.

Der Futtermittelmarkt scheint sich zunehmend für die Mikroalgen zu öffnen. Neben den Farbstoffen (z.B. Astaxanthin für die Lachszucht) ist auch die Substitution von Fischmehl und Sojaeiweiß über Algen ein Bereich der für die Aquakultur-Branche von Interesse ist. Hier werden sich zukünftig Absatzpotentiale auftun, die deutlich über den Marktgrößen der bekannten Hochwertstoffe liegen. Voraussetzung ist allerdings immer noch ein wettbewerbs-fähiger Preis der Algenbiomasse.

 

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