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Mikrobizide aus Algen

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“Biologische Mikrobizide aus Algen und Pflanzen zur Konservierung von kosmetischen Formulierungen“ standen in den letzten drei Jahren im Focus der Projektarbeit von IGV Biotech. Die natürlichen Konservierungsmittel sollen sowohl chemisch-synthetische Konservierungsstoffe in konventioneller Kosmetik ersetzen, als auch den strengen Anforderungen von Naturkosmetik gerecht werden. In dem von der ILB unter der Registriernummer 80139583 geförderten Projekt wurden Mikroalgen sowie Makroalgen und ausgewählte Pflanzen bezüglich ihrer mikrobiziden Inhaltsstoffe untersucht.

Natürliche Systeme haben im Verlauf der Evolution zahlreiche chemische Strategien zur Abwehr von schädlichen Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen entwickelt. Dazu zählt bei Algen und Pflanzen die Synthese einer Vielzahl von Verbindungen wie Terpenen, phenolischen Säuren, Acetophenon, Farnesol, Bisabolol oder auch verschiedenen Flavonen, die antimikrobiell wirken.

In einem umfangreichen Screeningprogramm wurden wässrige, ethanolische und Extrakte der CO2 – Hochdruckextraktion aus ausgewählten Algen und Pflanzen hergestellt und bezüglich ihrer hemmenden Eigenschaften gegen Bakterien, Hefen und Schimmelpilze getestet. Wirksame Einzel-Extrakte aus Makroalgen und Mikroalgen wurden mit denen aus Pflanzen kombiniert, um durch additive bzw. kombinierte Wirkung eine Hemmung des gesamten Keimspektrums zu erzielen.

Konservierungsmittelbelastungstests belegen, dass kosmetische Formulierungen durch die Extrakt-Mischungen bei Konzentrationen von 1-2% effektiv gegen mikrobielle Kontaminationen geschützt werden können. Die Reduktion der Testkeime erfüllt die A-Kriterien der Anforderungen des Europäischen Arzneibuches für Zubereitungen zur topischen Anwendung (empfohlene Wirksamkeit).

Zudem wurden die Extrakt-Mischungen hinsichtlich ihrer kosmetischen Wirksamkeit und ihrer Hautverträglichkeit getestet. Die ausgewählten Extrakte zeigten statistisch signifikante Regenerations- und protektive Effekte gegenüber induzierten Hautirritationen (Rötungen). Die regelmäßige Anwendung der Testprodukte führte im Rahmen der Erfassung von Anti-Aging-Effekten zur Verringerung der Faltentiefe, Erhöhung der Hautfeuchtigkeit und Hautfestigkeit sowie zur Verbesserung der Hautelastizität und Hautglätte bei einer nachgewiesenen guten Hautverträglichkeit.

Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg und der EU gefördert.

Quelle: IGV Biotech

 

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