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Rauchgas-CO2 lässt proteinreiches Tierfutter wachsen

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In Zusammenarbeit mit der GMB GmbH, einem Tochterunternehmen der Vattenfall Europe Mining AG, hat das Berliner Biotechnologie Unternehmen FIM Biotech GmbH (FIM) ein kostengünstiges und effizientes Verfahren entwickelt, durch den Einsatz von CO2 -haltigen Abgasen aus konventionellen Kraftwerken eine proteinreiche Biomasse herzustellen, die als Futtermittelstoff geeignet ist.

Am Standort des Braunkohlen-Heizkraftwerkes Senftenberg in Brandenburg erforscht die GMB mbH seit Sommer 2010 in einem Pilotprojekt mit zwei Photovoltaik-Bioreaktoren die Kohlendioxid-Bindung durch Mikroalgen. „Der unter anderem aus dem Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen resultierende Klimawandel ist eine der größten Umweltherausforderungen unserer Zeit“, sagt Dr. Michael Strzodka, Leiter des GMB-Mikroalgenprojektes in Senftenberg. „Die internationale Klimaforschung belegt, dass eine rasche Reduktion der CO2-Emissionen notwendig ist, um die prognostizierte Erder-wärmung zu begrenzen. Dass Mikroalgen dazu einen wesentlichen Beitrag leisten können, haben wir mit unseren Forschungsanlagen in Senftenberg nachgewiesen. Wenn wir nun auch die in diesem Prozess gewonnene Biomasse in Futtermitteln einsetzen können, setzt sich damit die stoffliche CO2-Verwertungskette sinnvoll fort.“

Wie alle Pflanzen nehmen Algen in der Photosynthese CO2 als Nährstoff auf und verwandeln es in nährreiche Biomasse. Dies gelingt Algen in wesentlich kürzerer Zeit als anderen genutzten Pflanzen wie Mais oder Raps. Im Projekt in Senftenberg konnte nachgewiesen werden, dass Mikroalgen mit Rauchgas aus dem Braunkohlekraftwerk ebenso gut wachsen wie mit reinem CO2, An diesem Punkt des Forschungsprojektes suchte die GMB GmbH nach einer Lösung für die nachhaltige Verwertung der so entstandenen Biomasse, die alle Standards für Lebens- und Futtermittel einhält.

In Kooperation mit dem Berliner Biotechnologie Unternehmen FIM gelang jetzt der Durchbruch mit der innovativen Verwertungsmöglichkeit der Algen-Biomasse als Futtermittel. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, eine rasche Reduktion der Emissionen durch innovative und nachhaltige Technologien zur stofflichen Verwertung von Kohlendioxid sicherzustellen“, so Rainer Dallwig, geschäftsführender Gesellschafter der FIM.

In den Laboren des Berliner Biotechnologieunternehmens haben Forscher ein kostengünstiges, schnelles und umweltfreundliches Verfahren entwickelt, das die durch Photosynthese entstandene flüssige Algenlösung ohne Energieeintrag in eine hochkonzentrierte Algensuspension umwandelt. Diese deutliche Reduzierung des Wassergehaltes der Biomasse ermöglicht eine industrielle Weiterverarbeitung, beispielsweise als Futtermittelzusatz. Nach Abschluss und Auswertung des rund zweijährigen Algen-Projektes in Senftenberg ist eine Serienfertigung von Futtermitteln zunächst für Aquakulturen geplant.

Mit diesem Verfahren für das beide Unternehmen nun gemeinsam das Patent angemeldet haben, wird das bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehende CO2 nutzbringend und klimaschonend dem natürlichen Stoff-wechselkreislauf zurückgeführt.

Quellen: FIM, Vattenfall

 

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