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VIN2FOOD – Vinasse zur Algenzucht

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Karlsbad-Ittersbach, 28.01.2014 – Mit Vin2Food (Vinasse für hochwertige Futter- und Nahrungsmittelproduktion durch Zooplankton und Mikroalgen) hat Weber Ultrasonics ein industrielles Verfahren zur nachhaltigen und wirtschaftlich attraktiven Verwertung der Vinasse als Rohstoff entwickelt. Dabei werden sowohl die organischen als auch die anorganischen Bestandteile des Nebenprodukts genutzt.

Das Ultraschall-basierte Verfahren zielt darauf ab, die aus dem verstärkten Anbau von Energiepflanzen resultierenden sozialen und ökologischen Auswirkungen zu reduzieren. Gleichzeitig möchte es bei der Harmonisierung der Ziele der Nahrungsmittel- sowie Energieproduktion einen Beitrag zur Ernährungssicherung der Weltbevölkerung leisten.

Flexibles Anlagenkonzept

Vin2Food-Anlagen werden idealerweise in direkter Nachbarschaft zu einem Bioethanolwerk aufgebaut. Die für den Produktionsprozess erforderliche Energie lässt sich teilweise durch Photovoltaikmodule gewinnen.

Die Produktion der Plankton-Biomasse erfolgt in vier Schritten: Beim Einleiten der Roh-Vinasse erfolgt eine Beschallung mit dem speziell von Weber Ultrasonics dafür entwickelten Ultraschallsystem VinPush 5000. Es handelt sich dabei um mehrfrequenten Ultraschall, der die in der Vinasse befindlichen organischen Bestandteile (z. B. Hefen) durch physikalisch-mechanische und sonochemische Effekte für die Fütterung des Zooplanktons nutzbar macht.

In Schritt zwei wird die nährstoffreiche Flüssigkeit der Algenproduktion zugeführt. Die in der Flüssigkeit enthaltenen Mineralsalze regen die Algen zum Wachstum an. Gleichzeitig wird das bei der Bioethanolherstellung entstandene CO2 für die Kultivierung der Mikroalgen eingesetzt. Dies leistet einen Beitrag zur Kohlenstoffdioxid-Fixierung.

Schritt drei besteht aus der Fütterung des Zooplanktons mit den gezüchteten Mikroalgen.

Im letzten Schritt werden die im Zooplankton-Becken vorhandenen Algen und das Zooplankton, also die Biomasse, geerntet.

Wirtschaftlich attraktive Verwertung als Fischfutter

Das im Vin2Food-Prozess gewonnene Zooplankton lässt sich zu Fischmehl verarbeiten beziehungsweise als Lebend-Fischfutter in der Garnelenzucht nutzen und leistet somit einen Beitrag, der Überfischung der Weltmeere entgegenzuwirken. Eine Aufgabe, die Aquakulturen zugedacht ist. Doch damit die künstliche Aufzucht der Fische gelingt, sind sehr große Mengen Nährstoffe erforderlich. Diese können durch die ausschließliche Verarbeitung von „Fischabfällen“ nicht aufgebracht werden.

Beim Vergleich der Preise für eine Tonne Fischmehl und für dieselbe Menge eingedickte Vinasse wird schnell deutlich, dass die Verarbeitung von Vinasse zu Biomasse nicht nur eine nachhaltige und ernährungswirtschaftlich sinnvolle, sondern auch ökonomisch attraktive Alternative ist.

Quelle: Vin2Food

 

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